Piratenkostüm

Das Piratenkostüm ist seit langer Zeit ein Klassiker der Faschingskostüme. Doch hat das Kostüm mit der Zeit einen Wandel vollzogen. Während früher Piratenkostüme meist aus einem roten oder schwarzem Tuch um den Kopf – manchmal auch mit Totenköpfen gemustert – und Augenklappe bestanden, dazu noch ein zerrissenes Hemd, ist das Kostüm heute viel aufwändiger. Der Grund liegt vor allem in der erfolgreichen Kino-Serie „Fluch der Karibik“ mit Johnny Depp als Captain Jack Sparrow. In dieser bislang vier Teile umfassend Serie erinnert Jack Sparrow zwar durchaus an einen Piraten, gerade durch die Dreadlocks (Rastalocken), die mit verschiedenen Perlen dekoriert sind, hat er ein noch verwegeneres Aussehen. Der Regisseur des ersten Teils wollte die Piraten nicht durch Klischees wie Augenklappen darstellen. Vielmehr wollte er die Lebensweise in den Vordergrund stellen: dreckig und verwegen sollten seine Piraten aussehen. Die Kostümbildnerin hat dafür übrigens die Kostüme mit Steinen in einen Betonmischer zerschlissen. Auch das Make-up hat sich dadurch für das Piratenkostüm verändert. Für den einfachen Piraten, wie wir ihn bisher kannten, reicht ein aufgemalter Drei-Tage-Bart und eine Narbe. Das Kostüm des Piraten Jack Sparrow dagegen ist etwas aufwändiger. Eine Anleitung für die tollen „Jack-Sparrow-Smokey-Eyes“ finden Sie weiter unten.

Piratenkostüme selber machen

Wer etwas geschickt ist, kann sich Piratenkostüme auch selber basteln.

Wir geben Ihnen dazu Tipps:

Ein Kopftuch, rot oder schwarz, und knote es hinten zusammen. Der Totenkopf ziert die Stirnseite. Auch ein Halstuch sollte nicht fehlen. Es kann aber auch eine Kette aus Zähnen – echten oder solchen aus Plastik – sein. Ein möglichst weißer Blouson dient als Oberkleid, eine weite Hose – wie man sie auch im Orient trägt – bildet das Beinkleid. Man kann aber auch eine enge Hose tragen und dazu Schaftstiefel. In diese Stiefel kann man gut ein – harmloses – Messer stecken, das sieht richtig echt aus. Im Fachhandel gibt es Krummschwerter, die echt wirken und dennoch keine Gefahr bilden. Aber sie ergänzen hervorragend das Bild als Freibeuter. Und dieses Schwert steckt man in eine Schärpe, die man sich um die Hüfte bindet.
Ein Pirat muss grimmig aussehen. Daher sollte man sich das Gesicht ergänzend zu dem Piratenkostüm braun anmalen, die Brauen nachziehen und einen martialischen Schnurrbart ankleben. Natürlich darf auch eine wilde Perücke nicht fehlen. Dazu eine Narbe ins Gesicht malen und auch eine Augenklappe – aus dem Fachhandel oder der Apotheke – passt sehr gut.

Wer es besonders elegant mag, kann sich an Stelle des Kopftuches einen Dreispitz besorgen. Auch darauf gehört natürlich der Totenkopf. Und Rüschen an den Ärmeln zeichnen den Träger des Piratenkostüms als Kommandanten aus. Wer mag, trage Handschuhe. Und Spitze ist natürlich der anstelle einer Hand vorhandene Haken, den man aus ungefährlichem Material im Handel erwerben sollte.

Piratenkostüm schminken

Ein Piratenkostüm ist unfertig ohne die richtige Schminke. Wir erklären das richtige Makeup für das Piratenkostüm Schritt für Schritt:

1. Schritt: Die Grundierung

Da ein Pirat naturgemäß viel an der frischen Luft und an der Sonne in der Südsee ist, hat er eine gebräunte Haut. Also sollte man mit braunem Makeup zunächst das Gesicht braun einfärben. Dazu nimmt man einen dicken Pinsel oder – besser noch – einen Schwamm und trägt die Farbe schön gleichmäßig auf.

2. Schritt: Die Augenbrauen des Piraten

Danach malt man die Augenbrauen mit schwarzer Schminke und einem dünnen Pinsel schön buschig, indem man kreuz und quer mit dem Pinsel strichelt.

3. Schritt: Augenklappe schminken

Wer keine Augenklappe kaufen will, kann eine solche auch schminken. Das hat den Vorteil, dass man nicht den ganzen Tag mit nur einem Auge durch die Gegend laufen muss. Auch für Brillenträger ist diese Variante besser. Zuerst sollte man mit einem Kajalstift einen Kreis um das Auge herum zeichnen. Dann mit schwarzer Wasserfarbe und einem dünnen runden Pinsel den Kreis ausmalen. Danach wird quer über die Stirn und seitlich zum Ohr noch das Halteband für die Augenklappe aufgezeichnet. Auch hier sollte man mit Kajal vorzeichnen.

4. Schritt: Das Bärtchen des Piraten

Mit einem schwarzen Kajal wird ein Schnauzbart gemalt sowie nach Belieben ein Vollbart oder einfach nur unrasiert wirkende Stoppeln.

Das macht man am besten mit einem schwarzen Kajalstift. Für einen Bart sollte man in der Mitte des Mundes anfangen. Feine halbrunde Striche werden oberhalb der Oberlippe bis über die Mundwinkel gezogen. Am Ende des Mundwinkels je ein Kringel mit Schwung nach oben auslaufen lassen. Auf das Kinn wird danach noch ein Spitzbart aus feinen Strichen aufgemalt.

5. Schritt: Die Wangen

Das Gesicht wird zunächst mit grauem Lidschatten einschattiert. Dies erzeugt einen Effekt von Schmuddeligkeit. Denn Waschen und Rasieren ist bei Piraten nicht angesagt.

6. Schritt: Die obligatorische Narbe im Gesicht

Verwegene Piraten haben auf ihren Reisen viel zu kämpfen. Zeit für Körperpflege oder die Versorgung von Wunden bleibt da nicht. Deshalb muss ein Pirat auch entsprechend geschminkt werden. An der Stirn oder auf der Wange prangt eine unübersehbare Narbe, die mit roter Farbe (oder einem alten Lippenstift) aufgemalt wird.

Mit einem Eyelinerpinsel werden quer zum roten Strich, schwarze, kleine Striche gezogen. Das sind die Nähte, die auf hoher See natürlich nicht so perfekt aussehen wie in einem Krankenhaus. Die rote Narbe noch etwas mit schwarzer Farbe betupfen, damit sie verkrustet aussieht. Die Lippen mit dunklem Braun einfärben, um den Schmuddeleffekt zu verstärken. Dafür kann ein Lippenstift oder Wasserfarben verwendet werden.

Fertig ist die Schminke für das Piratenkostüm!

Komplettes Piratengesicht schminken

Mit der nachfolgenden Anleitung ist es möglich, einen vollständigen Piraten auf das Gesicht zu schminken. Die Anleitung ist zwar aus dem Bereich Kinderschminken, aber auch Erwachsene können sich auf diese Weise originell schminken:

Und hier noch eine tolle Anleitung, wie Sie sich als Captain Jack Sparrow schminken können:

Fernrohr für Piratenkostüm basteln

Ein Fernrohr als Asseccoire rundet das Piratenkostüm ab. Hier finden Sie eine einfache Bastelanleitung:

Benötigt werden drei Papprollen von der Küchenrolle. Etwas schwarze Farbe, Pinsel zum Bemalen, gelbe Bastelfolie, Klebeband, Kleber und Schere werden ebenfalls benötigt.

Zunächst kürzt man eine der drei Rollen um ein Drittel, die zweite um die Hälfte. Die dritte Rolle bleibt ganz. Anschließend werden alle drei Rollen mit schwarzer Farbe angemalt. Die beiden gekürzten Rollen werden nun längs aufgeschnitten. Danach wird die kürzeste Rolle sehr stark zusammengedrückt und mit Klebeband fixiert. Die mittlere Rolle wird etwas weniger stark zusammengedrückt und ebenfalls mit Klebeband fixiert. Danach können alle drei Rollen ineinander geschoben werden.

Aus der gelben Bastelfolie schneidet man vier Streifen aus. Diese werden auf das Fernrohr aufgeklebt und anschließend kann es als perfektes Accessoire für das Piratenkostüm verwendet werden.

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