Wer träumt nicht von der Weite, der Freiheit und Unabhängigkeit. Da kann die Freiheit der Meere, ein Leben als Pirat und Freibeuter Vorbild sein. Man wünscht sich, einmal in die „Haut eines solchen Lebens“ schlüpfen zu können. Das Piratenkostüm kommt daher gerade recht.
Piraten dürfen auf keiner Karnevalsparty fehlen. Seitdem das Fluch-der-Karibik-Fieber ausgebrochen ist, sind auf Karnevalspartys wieder vermehrt Piraten anzutreffen auch in den moderneren Varianten à la Johnny Depp. Ein Piratenkostüm kann natürlich fertig gekauft werden, viel mehr Spaß macht es jedoch, sich seinen ganz eigenen Look anzufertigen. Ein Blick in die Altkleiderkiste kann hier lohnenswert sein. Ein weißes Hemd und eine alte Jeans zum Beispiel können für eine Verkleidung als Pirat sehr gut verwendet werden. Schwarze Stiefel und eventuell eine schwarze oder dunkelrote Weste machen sich auch nicht schlecht. Alternativ können auch schwarze oder braune Hosen für das Kostüm genommen werden, es sollten allerdings keine altmodischen Anzughosen sein. Anstelle eines weißen Hemds kann es auch ein Farbiges sein, sofern die Farben nicht zu schrill und die Muster nicht „unpiratenhaft“ sind.
Dann geht es ans Werk für die Kostümierung. Die Hose wird erst einmal in Form gebracht, indem ein Stück abgeschnitten wird. Zu kurz sollte sie aber nicht werden, Dreiviertellänge ist gerade richtig. Ein Dreieck in die Hose geschnitten, das wie ausgerissen wirkt, lässt schwere Kämpfe und lange Reisen mit dem Piratenschiff vermuten. Ähnlich zugerichtet wird das Oberteil. Die Ärmel können gegebenenfalls etwas eingekürzt und nach Belieben auch ein wenig fransig geschnitten werden. Auch das Hemd darf Löcher und Risse aufweisen. Wer mag, kann auch zwei verschiedene Oberteile übereinander ziehen und das Obere so zurichten, dass von dem darunter liegenden recht viel durchblitzt. Um den Bauch gehört eine Schärpe, die sich aus einem farblich passenden Stoffrest gut selbst zuschneiden lässt.
Da ein Pirat auch eine Kopfbedeckung braucht, kann entweder ein schwarzes oder rotes Kopftuch umgebunden oder ein richtiger Piratenhut gebastelt werden. Im Internet gibt es recht einfache Vorlagen für einen Piratenhut, der aus Tonkarton gebastelt wird, zum Beispiel hier: www.creadoo.com. Der Hut besteht aus zwei gleich zugeschnittenen Teilen aus Pappe in Schwarz oder Rot, an den schmalen Enden wird der Hut einfach passend zusammen getackert. Auf das vordere Teil wird nun noch ein Totenkopf gemalt oder aus weißer Pappe zugeschnitten und aufgeklebt. Ein Säbel wird entweder aus Holz oder Kunststoff dazu gekauft oder aus Pappmaché selbst hergestellt. Wer Lust hat, bastelt aus einer alten Papprolle noch ein Fernrohr, welches mit Hilfe einer Kordel um den Hals getragen wird. Eine Augenklappe lässt sich am besten aus einem Gummiband und einem schwarzen oder roten Stück Filz anfertigen, welches in der typischen Form zurechtgeschnitten wird.
Verwegene Piraten haben auf ihren Reisen viel zu kämpfen. Zeit für Körperpflege oder die Versorgung von Wunden bleibt da nicht. Deshalb muss ein Pirat auch entsprechend geschminkt werden. An der Stirn oder auf der Wange prangt eine unübersehbare Narbe, die mit roter Farbe (oder einem alten Lippenstift) aufgemalt wird. Mit einem schwarzen Kajal wird ein Schnauzbart gemalt sowie nach Belieben ein Vollbart oder einfach nur unrasiert wirkende Stoppeln.
Piratenkostüm kaufen
Ein Piratenkostüm kann man natürlich ine einem der diversen Faschingskostüm–Shops im Internet erwerben. Man hat dort die Qual der Wahl. Wir haben Ihnen hier zwei Kostüme herausgesucht, die unseres Erachtens deutlich aus der Masse an angebotenen Faschingskostümen herausstechen. Klicken Sie auf die Bilder und kaufen Sie beim Karneval-Megastore:
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Piratenkostüm basteln
Wer etwas geschickt ist, kann ein Piratenkostüm auch selber basteln. Man nehme: Ein Kopftuch, rot oder schwarz, und knote es hinten zusammen. Der Totenkopf ziert die Stirnseite. Auch ein Halstuch sollte nicht fehlen. Es kann aber auch eine Kette aus Zähnen – echten oder solchen aus Plastik – sein. Ein möglichst weißer Blouson dient als Oberkleid, eine weite Hose – wie man sie auch im Orient trägt – bildet das Beinkleid. Man kann aber auch eine enge Hose tragen und dazu Schaftstiefel. In diese Stiefel kann man gut ein –harmloses – Messer stecken, das sieht richtig echt aus. Im Fachhandel gibt es Krummschwerter, die echt wirken und dennoch keine Gefahr bilden. Aber sie ergänzen hervorragend das Bild als Freibeuter. Und dieses Schwert steckt man in eine Schärpe, die man sich um die Hüfte bindet.
Bleibt das Gesicht: Ein Pirat muss grimmig aussehen. Daher braun anmalen, die Brauen nachziehen und einen martialischen Schnurrbart ankleben. Natürlich darf auch eine wilde Perücke nicht fehlen. Dazu eine Narbe ins Gesicht malen und auch eine Augenklappe - aus dem Fachhandel oder der Apotheke - passt sehr gut.
Wer es besonders elegant mag, kann sich an Stelle des Kopftuches einen Dreispitz besorgen. Auch darauf gehört natürlich der Totenkopf. Und Rüschen an den Ärmeln zeichnen den Träger des Kostüms als Kommandanten aus.
Wer mag, trage Handschuhe. Und Spitze ist natürlich der anstelle einer Hand vorhandene Haken, den man aus ungefährlichem Material im Handel erwerben sollte.