Gruppenkostüme

Gruppenkostüme eignen sich vor allem für zwei Bereiche: für Faschings- bzw. Karnevalszüge oder als private Gruppe zu Fasching. Bei Faschingsumzügen laufen oftmals Vereine mit oder gestalten gar einen eigenen Wagen. Damit das Ganze schön einheitlich wirkt, suchen sich die Gruppen ein Thema oder ein Motto und verkleiden sich entsprechend. Dabei kann man entweder nur ein Thema vorgeben und jeder Teilnehmer verkleidet sich individuell. Besonders schön sieht es aber auch aus, wenn alle das gleiche Kostüm anhaben. Je nachdem wie groß die Gruppe ist, wirken diese Kostüme dann sehr stark.Aber auch wenn Sie als private Gruppe auf einer Party sind oder sich den Rosenmontagszug an der Straße anschauen, auch dann wirkt es toll, wenn mehrere Leute das gleiche Kostüm anhaben. Außerdem können Sie sich dadurch viel einfacher wiederfinden.

Letztendlich eignet sich jedes Kostüm als Gruppenkostüm. Aber natürlich wirkt eine Gruppe, in der alle als Meerjungfrauen und Wassermänner schillernd verkleidet sind, besser, als wenn Sie nur als Cowboys unterwegs sind. Besonders toll wirken also sehr bunte Kostüme mit knalligen Farben. Daneben ist es Ihnen überlassen, ob Sie alles selbst basteln oder nähen möchten oder ob Sie sich fertige Kostüme kaufen.

Für Familien, die sich im kalten Frühjahr die Faschingsumzüge anschauen möchten, eignen sich besonders gut Tierkostüme. Die sind schön kuschelig, man kann die normale Kleidung inklusive Jacke darunter ziehen und sie gibt es darüber hinaus für Erwachsene und für Kinder.

Gruppenkostüme für Vereine und Organisationen, die in einem Faschings- oder Karnevalsumzug mitlaufen, können auf unterschiedlichste Art gestaltet werden. In größeren Gruppen kann es sehr viel Spaß machen, die Kostüme selbst zu gestalten. Da die Kostüme in der Regel so groß sein müssen, dass noch dicke Jacken darunter angezogen werden können, ist sogar das eigene Nähen zumeist nicht sehr schwer. Man muss nur grundsätzlich eine Nähmaschine bedienen können, schon ist ein Überwurf fertig. Dafür muss man nur eine Jacke auf ein Stück Stoff, das doppelt gelegt wurde, legen und die Jacke sehr großzügig umfahren. Dann den doppelten Stoff ausschneiden, schon haben Sie Vorder- und Rückteil. Diese nähen Sie an den Ärmeln, den Schultern und den Seiten zusammen und müssen lediglich darauf achten, dass der Kopfausschnitt groß genug ist.

 

Umhang

Jacke auflegen und großzügig umranden

Umhang ausschneiden

Ausschneiden!

Umhang nähen

Umhang am besten mit Zickzackstich nähen!

Auf diese Weise entsteht ein ganz einfacher Überwurf, der für viele Outdoor-Kostüme verwendet werden kann. Bei dieser Anfertigung sind die Ärmel sehr weit, damit man auch mit einer dicken Jacke durchkommt. Praktisch ist, dass man keine Ärmel einnähen muss – das kann schon ganz schön schwierig sein, wenn man das Nähen nicht gewohnt ist.

Nun kann man den Überwurf beliebig verzieren. Je nachdem, welches Kostüm man ausgewählt hat, verwendet man unterschiedliche Stoffe bzw. Farben:

Für ein Engel-Kostüm wählt man einen weißen Stoff, dazu bastelt man noch weiße Flügel. Zusätzlich kann man goldene Sterne auf das Kostüm nähen oder kleben. Ein goldener, breiter Gürtel verfeinert das Kostüm. Auch kann man noch eine Harfe und einen Heiligenschein hinzufügen.

Für das Pendant, den Teufel, wählt man roten Stoff – oder man kann auch das Vorderteil rot, das Rückenteil schwarz machen. Dann braucht man noch Teufelshörner und einen Dreizack.

Für ein Meerjungfrauen- oder Wassermann-Kostüm verwendet man bunt schillernden Stoff, entweder in blau, grün oder türkis. Dann kann man entweder noch weitere glitzernde Dinge oder Meerestiere aufkleben. Ein Netzstoff kann einfach übergeworfen werden. Wichtig ist dabei natürlich noch eine entsprechende Perücke.

Diese Vorschläge hier sind recht einfach, die Kostüme sind jedoch nicht auf Langlebigkeit konzipiert. Vielmehr kann es sein, dass sie bereits nach einer Session kaputt gehen. Das ist aber durchaus so vorgesehen, da Gruppen in der Regel nur einmal so unterwegs sind. Außerdem muss man deshalb nicht so „sauber“ arbeiten. Ein wichtiges Hilfsmittel kann deshalb auch die Heißklebe-Pistole sein. Damit kann man viele Gegenstände ganz schnell festkleben.

 

Eine weitere recht einfache Variante, die auch Anfänger ohne Probleme hinbekommen, ist das Möhrenkostüm. Hierfür genügt orangefarbener und grüner Stoff sowie ein Schnittmuster für ein einfaches Poncho. Dieses Schnittmuster wird dann nur noch dahingehend umgewandelt, dass die unteren Enden zipfelig geschnitten werden. Der so entstandene Schnitt lässt sich mit wenigen geraden Nähten in Form bringen. Für den Kragen wird grüner Stoff verwendet. Dieser wird etwa acht bis zehn Zentimeter breit als Streifen geschnitten. Dabei sollte er mindestens doppelt so lang sein wie der Halsumfang des Trägers, denn der Kragen soll schön dekorativ gerafft werden. Dieser Kragen wird dann am Ausschnitt des Ponchos befestigt. Wie sich das für Möhrengrünzeug gehört, wird nun noch das Gesicht komplett grün geschminkt, die Haare werden toupiert, wuschelig nach oben frisiert und dann ebenfalls grün eingefärbt. Das geht am einfachsten mit gewöhnlichem Colorspray. Unter dem Poncho wird, sofern vorhanden, ebenfalls orangefarbene Kleidung getragen, ansonsten geht aber auch normale Kleidung.

 

Die besten Fundgruben für ausgefallene Ideen sind im Übrigen spezielle Foren im Internet wie zum Beispiel hier.

Ritter-Kostüm als Gruppenkostüm

Das Ritterkostüm eignet sich auch gut als Gruppenkostüm. Dieses lässt sich recht einfach herstellen:

Man braucht pro Kostüm:

1 Langarm-Shirt in hellgrau

1 weißes etwas größeres T-Shirt zum darüber ziehen

Textilfarbe

1 Schwert

1 Schutzschild aus Holz

Acrylfarbe

optional durchsichtige Lackfarbe

Vorher entwerfen Sie einfach Ihr eigenes Wappen. Dabei können Sie Motive wie Kreuze, Drachen, Schwerter etc. verwenden. Ihrer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Machen Sie – wenn Sie nicht ganz so künstlerische begabt sind – das Motiv so einfach wie möglich. Wenn die Vorlage fertig ist, treffen Sie sich mit Ihren Freunden zu einem geselligen Abend bei Bier, Wein und Gesang und malen zusammen das Motiv auf das weiße T-Shirt. Beachten Sie dabei, dass Sie eine dicke Pappe in das T-Shirt legen, damit die Farben nicht durchdrücken. Nehmen Sie am besten flüssige Textil-Farbe, die mit einem Pinsel aufgetragen werden. Mit Textil-Stiften kann man gut schreiben, aber nicht so schön flächig malen. Je nach Textil-Farbe muss das Motiv anschließend noch gut gebügelt werden, dann ist es in der Regel bis 40 (selten auch bis 60 Grad) waschbar.

Anschließend wird das Wappen-Motiv noch mit der Acryl-Farbe auf das Holz-Schild übertragen. Wenn Sie möchten, können Sie die Farbe noch mit durchsichtigem Lack haltbarer machen.

Einen Ritterhelm kann man selbst basteln oder aber man besorgt sich einen im Handel. Dann brauchen Sie nur noch ein Schwert und fertig ist Ihr Ritter-Kostüm!

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